Vilnius - Theatermusen

Gesundheit und Medizin

Da Litauen in der EU ist, hat auch hier die Europäische Krankenversicherungskarte der Krankenversicherung Gültigkeit. Achten Sie aber darauf, dass Sie eine neue Versichertenkarte mit den eingravierten Daten auf der Rückseite haben. Unsere Versichertenkarte wurde beim letzten Krankenhausaufenthalt in Klaipeda ohne Probleme akzeptiert. Allerdings nicht vom Rettungspersonal bzw. den Rettungssanitätern die uns dort hin transportiert haben. Hier mussten wir die Kosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Um Streitigkeiten über Kostenübernahme oder die Höhe der Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse zu vermeiden, empfehlen wir zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung. Das ist in der Regel nicht teuer, kann aber im Ernstfall jede Menge Ärger ersparen. Unsere Auslandskrankenversicherung hat die verauslagten Transportkosten von insgesamt LTL 440 an uns zurückerstattet. Übrigens: Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen keinen Rücktransport anbieten. Schon deshalb ist eine Auslandskrankenversicherung sehr wichtig.

Gesundheit in LitauenEmpfehlenswert ist es, wenn man sich für seinen Urlaub im schönen Litauen entsprechend vorbereitet. Uns wurde gesagt, dass zwar keine speziellen Impfungen notwendig sind, ein Blick in den Impfpass, besonders bei mitreisenden Kindern ist jedoch ratsam. Auch Erwachsene sollten prüfen, ob der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie oder Polio vorhanden ist. Wanderern wird zudem empfohlen, sich mittels Kleidung gegen Zecken zu schützen, da diese die Krankheit FSME übertragen können. Auch beim Essen muss nichts beachtet werden. Die Küche ist zwar deftig, unsere Mägen haben diese aber gut vertragen.


VilniusIn jeder größeren Stadt gibt es eine sogenannte "Polyklinika". Hier versammeln sich verschiedene Spezialisten an einem Ort. Am besten ist das wohl mit unseren Ärztehäusern zu vergleichen. Die Versorgung ist dort gut. Außerdem gibt es über das ganze Land verteilt Krankenhäuser, die teilweise auf einem schlechten Standard sind. Am besten ist die medizinische Versorgung in den großen Städten wie Vilnius, Kaunas, Klaipeda, Panevezys oder Siualiai. Dort gibt es Krankenhäuser auf Westniveau und gute Privatkliniken bzw. -praxen. Unsere "Große" war für einige Tag in Klaipeda im Kinderkrankenhaus. Die Ärzte waren super und die medizinische Versorgung vorbildlich. Die Betreuung war teilweise sogar gewissenhafter und genauer als in Deutschland.

Kurisches HaffKritisch ist die medizinische Versorgung auf der Kurischen Nehrung. Patienten werden gerne per Rettungswagen nach Klaipeda in die Klinik transportiert. Das dauert über eine Stunde und kann bei ernsthaften Notfällen fatale Folgen haben. Die Fahrt auf der hügeligen und kurvigen Nehrungsstraße ist eine enorme Belastung für den Patienten und seine(n) Begleiter(in). Wie uns Herr Wagener vom Reisebüro Balttours aus Nida mitteilte, soll seit 2007 die medizinische Versorgung in Nida deutlich besser sein. Es habe Renovierungsarbeiten im Krankenhaus gegeben und das Krankenhaus soll im Sommer mit zwei Ärzten besetzt sein, sodass eine medizinische Grund- bzw. Erstversorgung gewährleistet ist. Wir haben seit dem nichts mehr gehört. Weder positiv noch negativ.