Vilnius - Theatermusen

Wichtigste Geschichtsdaten

1009 Erste Nennung Litauens im Zusammenhang mit dem missionarischen wirken und Märtyrertod des heiligen Bruno in den Quedlinburger Annalen.
 
6. Juli 1253 Krönung des litauischen Großfürsten Mindaugas zum ersten und einzigen litauischen König.
 
1323 Gründung von Vilnius durch Großfürst Gediminas
 
1385 Das Bündnis von Kreva zwischen Polen und Litauen resultierte in der Heirat von Großfürst Jogaila und der polnischen Prinzessin Jadviga. Jogaila wird zum König von Polen gekrönt. Eine der Bedingungen des Bündnisses war die Christianisierung Litauens, was die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes und die Orientierung in Richtung Westen verbesserte.
 
1387 Christianisierung Litauens
 
1410 Schlacht bei Tannenberg (Zalgiris): Vernichtende Niederlage des Deutschen Ritterordens durch das gemeinsame litauisch-polnische Heer.
 
1392-1430 Regierungszeit des berühmtesten litauischen Herrschers Vytautas des Großen. Unter dessen Regentschaft entwickelt sich Litauen zu einem der größten europäischen Staaten und erstreckt sich vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer.
 
1569 Unter der Lublin Union vereinigten sich Litauen und Polen zum Doppelstaat.
1795 Letzte Teilung des litauisch-polnischen Staates unter Österreich, Preußen und Russland.
 
16.02.1918 Unabhängigkeitserklärung Litauens
 
1921 Litauen wird in den Völkerbund aufgenommen.
 
10.01.1923 Litauische Freischärler besetzen das Memelland.
 
22.03.1939 Angesichts eines deutschen Ultimatums und nachdem dort eine Volksbefragung abgehalten worden war, tritt Litauen das Memelland an Deutschland ab.
 
23.08.1939 Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt mit geheimem Zusatzprotokoll über beidseitige Interessen in Osteuropa (Finnland, Lettland und Estland zur Sowjetunion, Litauen zunächst in die Einflusssphäre Deutschlands).
 
28.09.1939 Deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag mit geheimem Zusatzprotokoll, wonach Litauen ebenfalls der Sowjetunion zufällt. Nacheinander werden Estland, Lettland und Litauen zur Einräumung von sowjetischen Militärstützpunkten gezwungen.
 
ab 15.10.1939 65.000 Deutschbalten vorwiegend im Warthegau angesiedelt.
 
15.06.1940 Besetzung Litauens durch sowjetische Truppen als Folge des Hitler-Stalin-Paktes. Gründung einer Marionettenregierung und der litauischen sozialistischen Sowjetrepublik.
 
14.06.1941 Massendeportation von 40.000 Litauern nach Sibirien durch das NKWD (sowjetische Geheimpolizei).
 
22.06.1941 Beginn der Besetzung des Baltikums durch Einheiten der Deutschen Wehrmacht. Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, die in zahlreichen Städten einen Großteil der Einwohnerschaft bildete (in Wilna 40 %) und nahezu vollständig vernichtet wurde.
 
1944/45 Erneute Besetzung durch die Rote Armee, umfangreiche Deportationen.
 
1944-1954 Repressionen, Massendeportationen und Kollektivierung durch die Sowjets. Widerstand durch litauische Partisanen (Waldleute).
 
1988 Im Sommer entstehen in allen baltischen Staaten Initiativgruppen einer Volksfront gegen die Sowjetherrschaft. In den Hauptstädten Massendemonstrationen.
 
26.03.1989 Bei den Wahlen zum Volksdeputiertenkongress der UdSSR erringen die Volksfrontkandidaten in den baltischen Ländern jeweils große Mehrheiten.
 
23.08.1989 1 Million Menschen bilden eine Menschenkette von Tallin über Riga nach Vilnius aus Anlass des Jahrestages der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts.
 
27.11.1989 Der Oberste Sowjet der UdSSR sanktioniert das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht der drei baltischen Staaten und genehmigt, dass diese ab 01.01.1990 ihre Gesetze dazu in Kraft setzen. Allerdings wird das Selbstbestimmungsrecht nur innerhalb der Föderation gewährt.
 
20.12.1989 Die große Mehrheit der litauischen Kommunisten trennt sich unter Parteichef Brazauskas von der KPdSU und gründet die politische Gruppe Sajudis.
 
24.12.1989 Volksdeputiertenkongress in Moskau erklärt Geheimprotokolle des Hitler-Stalin-Paktes für ungültig.
 
11.01.1990 Gorbatschow reist vergeblich nach Litauen, um die bisherigen Kommunisten zur Rückkehr in die KPdSU zu bewegen.
 
24.02.1990 Sieg der Sajudis in den litauischen Parlamentswahlen.
 
11.03.1990 Das Litauische Parlament unter Präsident Vytautas Landsbergis erklärt die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens.
 
17.04.1990 Beginn der sowjetischen Wirtschaftsblockade gegen Litauen.
 
Mai 1990 Aufnahme diplomatischer Beziehungen der drei baltischen Republiken untereinander. Außenminister fordern Aufnahme in die KSZE.
 
23.01.1991 Anerkennung Litauens durch Island
 
19.08.1991 Besetzung des Fernsehsenders in Kaunas durch SU-Truppen, Blockierung der internationalen Telefonleitungen.
 

 

Parlamentspräsident Landsbergis ruft zum gewaltlosen Widerstand auf. Ausnahmezustand im Baltikum.
 
27.08.1991 Anerkennung Litauens durch die EG-Staaten.
 
02.09.1991 Anerkennung Litauens durch die USA.
 
17.09.1991 Litauen wird Mitglied der Vereinten Nationen.
 
Februar 1993 A. Brazauskas wird zum Präsidenten gewählt.
 
Mai 1993 Litauen wird in den Europäischen Rat aufgenommen.
 
31.08.1993 Letzte Sowjettruppen verlassen Litauen.
 
01.01.1995 Freihandelsabkommen mit der EU tritt in Kraft.
 
04.01.1998 V. Adamkus wird zum Staatspräsident gewählt.
 
22.12.1998 Abschaffung der Todesstrafe.
 
März 1999 Aufhebung der Visumspflicht zu Schengen-Staaten.
 
Oktober 1999 Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union.
 
November 2002 Einladung zu NATO-Beitrittsverhandlungen.
 
Dezember 2002 Abschluss der Verhandlungen zum EU-Beitritt.
 
26.02.2003 Amtsantritt von Staatspräsident Rolandas Paksas.
 
16.04.2003 Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrags.
 
11.05.2003 Litauer entscheiden sich in einem Referendum für den Beitritt zur EU.
 
06.04.2004 Amtsenthebung von Rolandas Paksas.
 
01.05.2004 Mitglied der Europäischen Union.
 
12.07.2004 Amtsantritt von Staatspräsident Valdas Adamkus.
 
21.12.2007 Integration in das Schengen-Gebiet. Die Grenzkontrollen entfallen.
 
12.07.2009 Amtsantritt von Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė.